Drei Fragen an...

Alvern Media GmbH

 

Sven Wucherpfennig, Geschäftsführender Gesellschafter

 

 

 

 

 

 

1. FillBoard™-Marketing feiert dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum. Was macht ein analoges Medium heutzutage so attraktiv?

Unsere Werbeträger an Zapfpistolen waren noch gar nicht lange am deutschen Markt verfügbar, da haben Mediaexperten (u.a. Thomas Koch in Horizont 47/2001) ihnen nur noch eine kurze Restlaufzeit gegeben. Heute müssen wir sie eines Besseren belehren. Werbung an der Tankstelle wirkt seit 20 Jahren intensiv und nachhaltig. Die prägnanten Botschaften auf Zapfpistolen, so genannte FillBoards, erreichen attraktive Zielgruppen regelmäßig, bundesweit und in direkter Nachbarschaft zum PoS. Das Auto ist immer noch des Deutschen liebstes Fortbewegungsmittel und die Tankstelle bietet inzwischen weit mehr als nur Kraftstoff. Verschiedene Reichweitenstudien wie die AMA bescheinigen uns zudem regelmäßig hervorragende Leistungswerte zu einem fairen Preis. Die Grundidee des 1992 patentierten Werbeträgers war simpel: Die kontaktintensive Situation bei der Betankung werblich nutzbar zu machen. Das funktioniert auch im zunehmend digitalen Zeitalter wie erfolgreiche Kampagnen beispielsweise von Automobil- oder Onlinehändlern sowie Finanzdienstleistern, Versicherungen und Filmverleihern zeigen. FillBoard™ wird nicht weggezappt oder geblockt. Im Gegenteil: In der Wartesituation schaut der Kunde gerne auf das analoge Display. Mittlerweile sind über 50.000 Tankstellen weltweit mit unseren Werbeträgern ausgestattet. Weitere Medien wie DoorMedia™ oder Inflatables sind über die Jahre hinzugekommen. Damit decken wir rund 75 % des Marktes ab und können eine Präsenz in allen Ortsstrukturen und Regionen in Deutschland anbieten.

 

 

2. Die Tankstelle ist ein besonderes Werbeumfeld. Wie hat sich der Touchpoint in den letzten Jahren verändert? Was sind die Trends an der Station?

 

Seit FillBoard-Werbung vor 20 Jahren in Deutschland eingeführt wurde, hat sich das Umfeld stark gewandelt. Moderne, helle, Tankstellen, die oftmals täglich rund um die Uhr geöffnet sind, bilden heute wichtige Brücken zum Alltag der Menschen. Sie setzen mit ihrem Service da an, wo der Einzelhandel aufhört. Tankstellen sind, neben dem klassischen Tankgeschäft, einzigartige Verkaufsstandorte. Die Autowäsche am Samstag, der Morgen- oder Feierabendsnack, die Zeitung am Sonntag oder der Zwischendurcheinkauf – all das wird selbstverständlich an der Tankstelle erledigt. Zudem sind die Stationen in ländlichen Gebieten oftmals einziger Treffpunkt für die Anwohner. Das Zielgruppenpotenzial an der Tankstelle hat sich in den vergangenen Jahren also vervielfacht. Dieser Trend wird anhalten. Denn: Lebensmittelverkauf und Gastronomie verschmelzen zunehmend. Von Foodvenience ist die Rede. Das Konzept offener Küchen, hochwertiger, frisch zubereiteter Produkte oder ein umfangreiches Angebot an modernen Convenienceprodukten zu günstigen Preisen wird sich demnächst auch in deutschen Tankstellen wiederfinden. Der Blick ins englisch-sprachige Ausland zeigt, wie schnell und umfassend sich der Wandel dort vollzieht. Hier werden inzwischen neben Kraftstoff und Autowäsche frische Salate und Burger angeboten oder Eissorten vor Ort zubereitet, selbst vom Kunden zusammengestellt und dekoriert. Wer mobile Zielgruppen erreichen und den finalen Verkaufsimpuls setzen will, denkt demnach auch in Zukunft über Werbung auf Zapfpistolen, Tankstellen-Türen oder digitalen Screens im Tankstellenshop nach.

 

 

3. Alvern Media gehört zu den Gründungsmitgliedern des FAM. Wie wichtig ist die Verbandsarbeit für ihr Unternehmen?

 

Vor mehr als 15 Jahren haben sich Ambient-Media-Unternehmen zusammengetan, um die Gattung transparenter zu machen. Auch wir gehörten mit zu den ersten Mitgliedern des Verbandes, der in seinen Anfängen maßgeblich von Hamburger Unternehmen getragen wurde, darunter Edgar, Look!, Promoductions. Damals kämpften wir alle mit Vorbehalten bei Kunden, insbesondere  den Media-Agenturen. Unser gemeinsames Anliegen bei der Gründung war schnell gefunden: Zum einen sollten Ambient-Kunden bei Vereinsmitgliedern eine gesicherte Umsetzung und Abwicklung ihrer Kampagne erwarten können und zum anderen einheitliche, messbare Leistungswerte auch für unsere Sonderwerbeformate erhalten. Diese Maßgabe ist uns gelungen: Das FAM-Qualitätssiegel und die Reichweitenstudie AMA haben über die Jahre viel erreicht. Kunden nehmen uns heute ganz anders wahr. Davon profitieren wir als Alvern Media sehr. Auch der Verband hat sich stark entwickelt und ist 2017 viel professioneller aufgestellt. Alle Themen werden inzwischen durch unseren Geschäftsführer zielgerichtet gemanagt. Der Verband übernimmt wichtige PR- und Öffentlichkeitsarbeit für die Mitgliedsunternehmen und hilft, „Ambient“ weiterhin im Focus zu halten und den neusten Entwicklungen im Markt anzupassen.

 

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Teil 3: Highlights der FAM-Mitglieder

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